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Allgemeines zu unseren Netzkonzepten

Warum der ganze Aufwand?

Lesen Sie sich in Ruhe die vielen Vorteile durch die es mit sich bringt ganz zu Anfang etwas mehr Aufwand in das Design und die Konfiguration des Netzwerks zu stecken. Denn im laufenden Betrieb zahlt sich dieser Mehraufwand um ein vielfaches wieder aus.

Grundgedanken aus Betreibersicht

Ausfallsicherheit & Stabilität, Bandbreiten-Management

  • Der Backbone kann voll vermascht und damit ausfallsicher mit redundanten Pfaden aufgebaut werden. Das funktioniert sogar problemlos mit einer Layer3 Redundanz (z. B. OSPF), auch wenn später PPPoE als Layer2 Protokoll darüber verwendet werden soll.
  • PPPoE verfügt über integrierte Techniken um ein Bandbreiten-Management auf einfachste Art und Weise zur Verfügung zu stellen.
  • PPPoE ist ein Standard der bei großen Netzwerkbetreibern etabliert ist und clientseitig für alle aktuelle Betriebssysteme PPPoE-Clients zur Verfügung stellt. Weiterhin steht eine vielfältige Auswahl an PPPoE fähigen (NAT-) Routern zur Verfügung.

IP-Management

  • IP-Adressen sollen zentral vorgehalten werden, möglichst nicht in viele kleine Subnetze zerteilt und dann verteilt werden, da beim Aufteilen von IP-Netzen in kleinere Subnetze immer Adressen für weitere Netz- & Broadcast-Adressen verloren gehen.
  • IP-Adressen und Subnetze sollen auf einfachste Art und Weise zum Endkunden gelangen, möglichst ohne weitere Routingeinträge auf jedem Netzknoten oder überlangen dynamischen Routingtabellen.
  • Das IP-Management muss dynamisch anpassbar sein, je nach Bedarf.
  • PPPoE verfügt über integrierte Techniken um ein IP-Management auf einfachste Art und Weise zur Verfügung zu stellen.

Sicherheit

  • Bestmögliche Absicherung des Backbone-Bereichs gegen Angriffe durch eigene Kunden und aus dem Internet, da Verbindungen durch den Backbone ausschließlich getunnelt durch diesen laufen.
  • Der Backbone ist frei von jeglichen Default-Routen und aus IP-Sicht in sich geschlossen als RFC1918 IP-Netz realisiert. Kein Weg führt aus dem Backbone ins Internet oder zu den Kundennetzen.
  • Innerhalb des Backbones gibt es nur IP-Traffic der eigenen Administratoren, jeglicher Kundentraffic wird per PPPoE duchgetunnelt.
  • Der Backbone kann beliebige IP basierte Verbindungen haben, z. B. Kabel, Funk PtP, Funk PtMP, SFV, VPN u. a. und kann beliebig skaliert werden.
  • Der gesamte Backbone – egal wie groß und über welche Medien geführt - ist unsichtbar für den Endkunden und ebenso für Angreifer aus dem Internet.

Sicherheit & Kundenanbindung

  • Einfach und effektive Absicherung der Netz-Zugangspunkte, da nur das Tunnelprotokoll PPPoE von den CPEs auf und durch die Zugangspunkte notwendig ist.
  • Abschluss des Netzwerks beim Kunden mit definiertem Equipment (W-DSL Modem = Wie DSL Modem) welches in der Hoheit des Netzbetreibers steht minimiert Probleme und Support und gewährleistet einen normierten Übergabepunkt und eine einheitliche Konfiguration & Management der CPEs durch den Netzbetreiber.
  • Verwendung von handelsüblichen DSL-CPE Equipment um den Support für Endkunden zu minimieren. Support zu allen gängigen DSL-Router und der Funktionen findet der Endkunde im Internet.
  • Der Betreiber kann auf einfache und normierte Art und Weise entweder nur das W-DSL Modem oder auch einen komplette DSL-Router (besser PPPoE-Router) zum gleichen Preis seinen Kunden zur Verfügung stellen.
  • Die für die Vorratsdatenspeicherung notwendigen Informationen (wer hat zu welchem Datum welche IP-Adresse gehabt) stehen sofort und ohne weiteres zutun zur Verfügung, wenn die PPPoE-Sessions per RADIUS authentisiert werden.

Grundgedanken aus Endkundensicht

  • Das Betreibernetzwerk verhält sich zu 100% wie ein DSL-Netzwerk, d. h. dem Endkunden stehen nahezu beliebige Endgeräte (CPEs) zum Anschluss an das Betreibernetz zur Verfügung.
  • Der Endkunde ist optimal gegen andere Kunden geschützt.
  • Der Endkunde kann dynamische oder statische IP-Adressen oder auch ganze IP-Subnetze auf sein Tunnelende geroutet bekommen.
  • Der Endkunde kann auf einfachste Art- und Weise z. B. seinen Linkspeed bei Bedarf online erhöhen.
mikrotik/ros/routeros_fuer_wisp_allgemein.txt · Zuletzt geändert: 28.11.2009 19:02 (Externe Bearbeitung)
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