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(Stand: RouterOS ab Version 2.2, mit Modus station-pseudobridge ab RouterOS 3)
Dieses Thema ist leider nicht ganz trivial und es gibt sehr verschiedene Ansätze die protokollspezifischen Einschränkungen bei WLAN (802.11) zu umgehen. Tiefergehende Informationen zu der Thematik WLAN-Client und Bridging finden Sie hier.
Wenn ein RouterOS basiertes System als transparenter Layer2 WLAN-Client arbeiten soll, wird in der Regel die folgende Konfiguration ausreichend sein.
/system identity set name=SYS-2
Zunächst lassen Sie sich die verfügbaren WLAN-Interfaces Ihres Systems anzeigen
/interface wireless print
Ergibt eine Ausgabe analog zu dieser
[admin@SYS-2] > interface wireless print
Flags: X - disabled, R - running
0 X name="wlan1" mtu=1500 mac-address=00:0C:42:23:28:62 arp=enabled
interface-type=Atheros AR5413 mode=station ssid="MikroTik"
frequency=5180 band=5ghz scan-list=default antenna-mode=ant-a
wds-mode=disabled wds-default-bridge=none wds-ignore-ssid=no
default-authentication=yes default-forwarding=yes default-ap-tx-limit=0
default-client-tx-limit=0 hide-ssid=no security-profile=default
compression=no
Nun kann das vorhandene und noch deaktivierte (Flag = X) WLAN-Interface mit der Nummer 0 oder über seinen Namen wlan1 konfiguriert werden. In diesem Beispiel werden nur die notwendigsten Parameter für den Einsatz in Deutschland konfiguriert.
/interface wireless set wlan1 mode=station-pseudobridge band=2.4ghz-b/g ssid=MeineSSID frequency-mode=regulatory-domain country=germany scan-list=2412-2472
Jetzt muss das WLAN-Interface nur noch aktiviert werden
/interface wireless set wlan1 disabled=no
Zunächst lassen Sie sich die verfügbaren Bridge-Interfaces Ihres Systems anzeigen
/interface bridge print
Auf einem frischen System sollten Sie keine bestehenden Bridge-Interfaces sehen
[admin@SYS-1] > interface bridge print Flags: X - disabled, R - running
Somit können wir jetzt die notwendige Bridge anlegen
/interface bridge add name=bridge1
Und dann ein Ethernet-Interface (hier ether1) und das oben konfigurierte WLAN-Interface (hier wlan1) als Ports der Bridge hinzufügen
/interface bridge port add bridge=bridge1 interface=ether1 /interface bridge port add bridge=bridge1 interface=wlan1
Auch wenn eine reine Bridge zum Betrieb keine IP-Adressen benötigt, ist es eventuell sinnvoll dem System eine IP-Adresse für das Management zu geben. Hierbei ist zu beachten, dass die IP-Adressen an die jeweilige Bridge (logisches Interface) gebunden wird, nicht an ein physikalisches Interface welches Mitglied einer Bridge ist (ether1 oder wlan1). Dies funktioniert zwar, kann aber unter Umständen zu Fehlern führen.
/ip address add address=192.168.1.1/24 interface=bridge1
Alternativ zu der statischen IP-Konfiguration, können Sie auch den integrierten DHCP-Client verwenden, wenn in Ihrem Netzwerk ein betriebsbereiter DHCP-Server zur Verfügung steht.
/ip dhcp-client add interface=bridge1 use-peer-dns=yes add-default-route=yes enable=yes
Verbinden Sie den WLAN-Client mit einem Access Point. Der Client bucht sich in das WLAN ein.
Wenn der DHCP-Client von einem DHCP-Server seine IP-Konfiguration bezogen hat, so können Sie diese wie folgt anzeigen lassen
/ip dhcp-client print detail
ergibt dann eine Ausgabe analog zu dieser
[admin@SYS-2] > ip dhcp-client> print detail
Flags: X - disabled, I - invalid
0 interface=bridge1 add-default-route=yes use-peer-dns=yes status=bound
address=192.168.1.200/24 gateway=192.168.1.254 dhcp-server=192.168.1.1
primary-dns=192.168.1.10 expires-after=2d23:58:52
Hier können Sie für das System aus diesem Beispiel die komplette Konfiguration als Datei im ASCII-Format herunterladen. Diese Konfigurations-Dateien können direkt auf einen Router gespielt werden. Hier finden Sie eine detaillierte Anleitung, wie Sie diese ASCII-Dateien auf ein RouterOS-System per serieller Verbindung aufspielen können.