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Sollte der RouterBOOT eines RouterBOARDs derart defekt sein, dass das Board nicht mal mehr bis ins Setup-Menü des Bootloaders kommt, gibt es immer noch eine letzte Möglichkeit zu testen, ob ein Hardwaredefekt vorliegt, oder ob nur der Bootloader korrupt ist.
Die RouterBOARDs verfügen über zwei getrennte Bootloader. Der erste ist schreibgeschützt und wird zu keinem Zeitpunkt aktualisiert. Dieser verbleibt also immer in der Version, wie er ab Werk eingespielt wurde. Der zweite ist der Haupt-Bootloader, von dem das RouterBOARD jedes mal startet und der auch aktualisiert wird, wenn Sie in einer Konsole
/system routerboard upgrade
eingeben oder den Bootloader seriell updaten.
Sollte also der eigentlich verwendete, zweite Bootloader defekt sein, so bleibt Ihnen noch die Möglichkeit mit Hilfe des ersten, schreibgeschützen Bootloaders zu starten und dann den zweiten Bootloader seriell komplett neu aufzuspielen.
Um vom ersten Bootloader zu starten, entfernen Sie die Stromversorgung, halten den Reset-Knopf gedrückt und schließen die Stromversorgung wieder an. Erst dann lassen Sie den Reset-Knopf wieder los.
Sie sollten nun die Boot-Sequenz im Terminal wie folgt sehen können
Anhand der niedrigen Versionsnummer des Bootloaders kann man hier erkennen, dass vom ersten, schreibgeschützten Bootloader gestartet wurde.
Wenn das RouterBOARD jetzt wieder startet, liegt vermutlich kein Hardwaredefekt vor, sondern der Hauptbootloader ist sehr sicher kaputt. Drücken Sie nun schnell eine beliebige Taste, damit Sie in das Setup-Menü des Bootloaders gelangen.
Wie sie jetzt den Hauptbootloader seriell ganz neu aufspielen können, beschreibt dieser Artikel
Wo sich der entsprechende Reset-Knopf auf Ihrem RouterBOARD befindet entnehmen Sie bitte dem Handbuch (User Guide), welches Sie jeweils aktuell hier herunterladen können. Für ältere EoL-Produkte (End of Live) finden Sie die Dokumentationen im Archiv.