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Ähnlich wie ein PC ein BIOS hat verfügt auch ein RouterBOARD über ein System, welches beim starten die Hardware ermittelt und diverse System-Utilities, z. B. für diverse Bootprobleme aber auch Einstellmöglichkeiten für die jeweilige Hardware und die Bootoptionen für RouterOS, zur Verfügung stellt.
Wenn Sie den normalen Start eines RouterBOARDs in einem Terminal mitverfolgen (sollten Sie nicht wissen, wie Sie die benötigte serielle Verbindung herstellen, finden Sie hier eine Anleitung dazu), sehen Sie folgendes
Wenn wir hier keine Taste gedrückt wurde, wird der Kernel geladen und kurze Zeit später ist der Boot-Prozess von RouterOS abgeschlossen und es erscheint der bekannte Login-Prompt.
Starten Sie das RouterBOARD erneut und drücken eine beliebige Taste, wenn Sie im Terminal dazu aufgefordert werden. Sie befinden sich nun im Setupmenü des RouterBOOTs
und haben die folgenden
die Sie durch drücken des vorangestellten Buchstabens, in manchen Untermenüs der vorangestellten Ziffer, direkt auswählen können.
Wenn Sie sich in einem Untermenü befinden wird der aktuelle Wert durch ein vorangestelltes * markiert. Möchten Sie diesen Wert ändern, wählen Sie den/die vorangestellte(n) Buchstaben/Ziffer für den Eintrag, den Sie auswählen möchten.
Möchten Sie in dem aktuellen Menü keine Änderungen vornehmen, können Sie entweder das Auswahlzeichen für den aktiven Eintrag wählen, also diesen Eintrag erneut auswählen oder x drücken. In den Untermenüs gelangen Sie mit x immer ohne Änderung wieder eine Menüebene höher. Im Hauptmenü des Bootloaders verlassen Sie diesen mit x und der Bootvorgang wird fortgesetzt.
Einstellungen zur Verzögerung des Bootvorganges. In diesem Untermenü können Sie die Anzahl der Sekunden einstellen, wie lange während des Bootvorangs darauf gewartet werden soll mit einer Taste in die Boot-Optionen zu gelangen.
Einstellungen mit welcher Taste Sie in den Bootloader gelangen können.
Einstellungen zur seriellen Konsole. Hier können Sie die gängigen Baud-Raten der seriellen Verbindung konfigurieren.
Achtung: Hier gemachte Änderungen werden sofort gültig. Das bedeutet, nachdem Sie z. B. 5 für 9600 Baud gedrückt haben, müssen Sie sofort Ihr Terminalprogramm auf 9600 umstellen. Danach drücken Sie dann die ENTER-Taste, wie in dem Dialog angegeben, und können dann mit der neuen Einstellung weiterarbeiten.
Einstellungen von welchem Device RouterOS gebootet werden soll. Hier können Sie auswählen, von welchem Device RouterOS starten soll. Auf allen RouterBOARDs ist das RouterOS im on-board NAND-Speicher abgelegt. Per Default versucht ein RouterBOARD immer zunächst von NAND und nur wenn das nicht funktioniert per Ethernet zu booten. Unter Umständen kann es von Nöten sein, dass Sie hier einmal Änderungen machen müssen, z. B. wenn Ihr RouterOS noch problemlos bootet, Sie aber z. B. das Login-Passwort vergessen haben. Mit der Default-Einstellung würde das System immer vom NAND booten (da das RouterOS ja fehlerfrei startet) und Ihnen den Login-Prompt präsentieren, der Ihnen unter diesen Umständen nicht mehr weiter hilft.
Einstellungen zum Power-Safe-Modus der CPU auf dem RouterBOARD
Einstellungen zur Taktung der CPU. Hier können Sie unterschiedliche Taktraten der CPU einstellen. Voreingestellt ist immer die Taktrate, die auch im Datenblatt zu dem jeweiligen RouterBOARD angegeben ist. Wir raten grundsätzlich von der möglichen Übertaktung der CPU ab!
Wenn Sie unter f eine andere Taktung der CPU ausgewählt haben, müssen Sie diese mit der Option c übernehmen. Das RouterBOARD startet dann sofort neu.
Setzt alle Optionen des Bootloaders auf Factory-Default
Unter gewissen Umständen kann es nötig sein, den NAND-Speicher neu zu formatieren.
Achtung: Diese Auswahl löscht das RouterOS im NAND, so dass dieses neu aufgespielt werden muss. Wenn hierbei Fehler gemacht werden, kann es sein, dass die zum RouterBOARD gehörende Lizenz zerstört wird. Wir raten davon ab, diese Funktion zu verwenden, wenn Sie mit dem Netinstaller nicht firm sin!
Diese Funktion bietet die Möglichkeit, den RouterBOOT - nicht das RouterOS - neu aufzuspielen. Dies funktioniert auch über eine serielle Konsole per XMODEM, so dass ein korrupter Bootloader, der das Starten des Systems verhindert auf diese Art und Weise wieder hergestellt werden kann.
Diese read-only Funktion zeigt Ihnen einige nützliche Information zu dem RouterBOARD an, z. B. Art des RouterBOARDs, seine Seriennummer, Version des RouterBOOT (Bootloader), CPU-Frequenz, RAM und die MAC-Adressen der Ethernet-Ports.
Einstellungen für das Boot-Protokoll. Alle RouterBOARDs können per Etherboot gestartet werden und so das RouterOS und ggf. auch eine Konfiguration per Netzwerkboot erhalten. Die Deafaulteinstellung ist BootP, was auch vom Netinstaller verwendet wird, wenn Sie einmal das RouterOS ganz neu aufspielen wollen oder müssen.
Hier können Sie den integrierten Memory-Test starten und das on-board Memory auf Fehler durchsuchen lassen.
Wenn Sie im Hauptmenü x drücken wird der normale Bootvorgang fortgesetzt.
Sie können sich die aktuellen Einstellungen des Bootloaders auch im RouterOS direkt anzeigen lassen, geben Sie hierzu den Befehl
/system routerboard settings print
im Terminal ein und Sie erhalten eine Ausgabe anlog zu dieser
[admin@MikroTik] > system routerboard settings print
baud-rate: 115200
boot-delay: 2s
boot-device: nand-if-fail-then-ethernet
enter-setup-on: any-key
cpu-mode: power-save
cpu-frequency: 264MHz
safe-cpu-frequency: 264MHz
boot-protocol: bootp
enable-jumper-reset: yes
Oder mit
/system routerboard settings export
erhalten Sie z. B.
[admin@MikroTik] > system routerboard settings export
# jan/01/1970 00:18:56 by RouterOS 3.10
# software id = DCYR-3TT
#
/system routerboard settings
set baud-rate=115200 boot-delay=2s boot-device=nand-if-fail-then-ethernet \
boot-protocol=bootp cpu-frequency=264MHz cpu-mode=power-save \
enable-jumper-reset=yes enter-setup-on=any-key
set baud-rate=115200 boot-delay=2s boot-device=nand-if-fail-then-ethernet \
boot-protocol=bootp cpu-frequency=264MHz cpu-mode=power-save \
enable-jumper-reset=yes enter-setup-on=any-key
Bei diesem Befehl bekommen Sie beide, den ersten, schreibgeschützen Notfall-Bootloader und den zweiten, zum booten verwendeten Bootloader angezeigt. Sie können hier ebenfalls die Einstellungen verändern. Allerdings nur für den zweiten Bootloader.
Den Hintergrund zum ersten Bootloader und wofür und wie dieser genutzt werden kann, erklärt dieser Artikel